Ich komme aus der Positiven Psychologie und habe mir meine eigenen KI-Werkzeuge gebaut. In einem halben Tag bei euch im Haus geht jede Person mit einer Sache raus, die morgen früh funktioniert.
Das liegt selten am Werkzeug. Ein Tool-Training erklärt Knöpfe, aber es räumt nicht weg, was Menschen davon abhält, die Knöpfe zu drücken. Angst um den eigenen Job. Die Sorge, sich vor Kolleginnen zu blamieren. Der Verdacht, dass am Ende nur mehr Arbeit dabei rauskommt. Und die stille Frage, ob man das überhaupt darf.
Genau da setze ich an. Ich komme aus der Positiven Psychologie und arbeite an dem Teil, den keine Software löst: an dem Menschen, der entscheidet, ob er es morgen nochmal versucht.
Diese drei Sätze höre ich am Telefon fast wortgleich. Wenn einer davon bei euch fallen könnte, seid ihr richtig.
„Unsere Copilot-Lizenzen werden kaum genutzt.“
„Die Schulung ist gelaufen, aber im Alltag hat sich nichts verändert.“
„Ein paar sind begeistert. Der Rest hält sich raus.“
Wenn bei euch noch gar kein Werkzeug im Haus ist, sagt mir das im Erstgespräch. Dann ist meistens ein anderer erster Schritt sinnvoller, und ich sage euch welcher.
Ich bin Trainerin, keine Informatikerin. Als ich mit KI angefangen habe, hatte ich davor denselben Respekt wie die meisten Menschen in euren Teams. Inzwischen habe ich mir damit meine eigenen Arbeitswerkzeuge gebaut, darunter den Stärken-Snapshot, mit dem in meinen Teamworkshops jede Person ihr eigenes Stärkenprofil bekommt.
Zwischen diesen beiden Punkten liegen ziemlich viele Momente, in denen ich dachte, ich sei zu blöd dafür. Ich weiß deshalb genau, an welcher Stelle Menschen aufgeben und was ihnen dann hilft. Das ist etwas anderes, als eine Methode gelernt zu haben.
Dazu kommt mein eigentliches Handwerk. Ich arbeite mit Menschen unter Druck, in Veränderung, in Überlastung, mit Angst vor dem, was kommt. Eine KI-Einführung ist genau so eine Situation, sie heißt nur anders.
Jede dieser vier Blockaden braucht eine andere Antwort. Deshalb ist der Halbtag nicht in Lernmodule aufgeteilt, sondern entlang dieser vier Sätze gebaut.
Wer um seinen Platz fürchtet, probiert nichts aus. Wir klären zuerst, worin diese Person unersetzbar ist. Danach reden wir über Abgeben.
Der leiseste und wirksamste Bremsklotz. Deshalb übt bei mir niemand vor Publikum, und deshalb bringt jede Person ihre eigene Aufgabe mit statt ein Beispiel von mir.
Meistens stimmt das sogar, für die ersten drei Versuche. Wir suchen deshalb pro Person genau eine Aufgabe, bei der sich der Aufwand schon am selben Tag rechnet.
Unklare Regeln lähmen ganze Abteilungen. Wir sammeln die offenen Fragen und ihr nehmt sie als Liste mit, an die Stelle im Haus, die sie beantworten muss.
Diese Frage bekomme ich oft, und sie ist berechtigt. Positive Psychologie ist keine gute Laune. Sie ist die Forschung darüber, unter welchen Bedingungen Menschen anfangen, etwas Neues zu versuchen. Vier davon nutze ich in der Werkstatt.
Der stärkste Grund, warum jemand etwas ein zweites Mal versucht, ist die Erfahrung, es beim ersten Mal geschafft zu haben. Stärker als jedes Zureden, stärker als jedes Vorbild.
In der Werkstatt heißt das: Der halbe Tag ist so gebaut, dass jede Person vor dem Mittag einmal selbst etwas zum Laufen gebracht hat. Nicht zugeschaut, selbst gemacht. Das ist kein netter Nebeneffekt, das ist der ganze Zweck der Veranstaltung.
Menschen unter Bedrohung greifen auf das zurück, was sie kennen. Ausprobieren, herumspielen, neugierig sein, all das passiert erst, wenn die Anspannung runter ist. Wer im Bedrohungsmodus sitzt, lernt kein neues Werkzeug, egal wie gut die Schulung ist.
In der Werkstatt heißt das: Die erste Stunde gehört den Bedenken, nicht dem Werkzeug. Erst wenn im Raum offen liegt, wovor die Leute Bammel haben, fängt überhaupt jemand an zu experimentieren. Diese Stunde ist der Grund, warum der Rest funktioniert.
Jeder Mensch hat eine Handvoll Stärken, in denen er wirklich zu Hause ist. Wer weiß, welche das sind, kann sagen, welcher Teil seiner Arbeit der eigene ist. Und welcher Teil nur drumherum liegt.
In der Werkstatt heißt das: Aus „die KI nimmt mir was weg" wird „die KI nimmt mir den Teil weg, der ohnehin nie meiner war". Das ist der Punkt, an dem Abwehr in Interesse kippt, und er lässt sich nicht mit Argumenten erzwingen. Er entsteht, wenn jemand die eigene Stärke schwarz auf weiß vor sich hat.
Menschen halten Veränderung deutlich besser aus, wenn sie ihren eigenen Zuschnitt mitgestalten dürfen. Ein von oben verordneter Rollenwechsel erzeugt Widerstand. Derselbe Wechsel, selbst entworfen, erzeugt Verantwortung.
In der Werkstatt heißt das: Ihr bekommt keine Liste von mir, was die KI bei euch übernehmen soll. Euer Team schreibt sie selbst, im letzten Teil des Tages. Deshalb steht am Ende etwas da, das eure Leute auch tatsächlich vertreten.
Das sind gut erforschte Modelle aus der Psychologie, keine Erfindung von mir. Meine Arbeit besteht darin, sie in einen Vormittag zu übersetzen, in dem gearbeitet und nicht doziert wird.
Vier Stunden, drei Teile. Und eine Hausaufgabe vorher: Jede Person überlegt sich die eine Aufgabe, die sie am meisten nervt.
Erst kommt auf den Tisch, was sonst in der Kaffeeküche bleibt. Wer nutzt schon, wer nicht, und woran liegt es. Ohne Bewertung, ohne Chef-Blick. Das ist die Voraussetzung dafür, dass danach überhaupt jemand etwas ausprobiert.
Jetzt wird gebaut. Jede Person arbeitet an ihrer eigenen mitgebrachten Aufgabe, ich gehe von Platz zu Platz. Am Ende dieses Teils hat jede Person eine Sache, die läuft, und weiß, wie sie sie nächste Woche wieder benutzt.
Zum Schluss schaut das Team auf seine Arbeit als Ganzes. Was übernimmt die Maschine, was bleibt bei uns, weil nur wir es können. Ihr geht mit einer Liste raus, die euer Team selbst geschrieben hat.
Mitbringen müsst ihr nur einen Raum, WLAN und die Zugänge, die ihr im Haus habt. Wenn ihr noch kein Werkzeug im Einsatz habt, klären wir das vorher im Erstgespräch.
Ihr müsst euch heute für nichts anderes entscheiden als für den ersten Schritt. Was danach kommt, besprechen wir, wenn ihr wisst, wie sich der erste angefühlt hat.
Ein Halbtag, ein Team, ein Ergebnis pro Person.
Vormittags die Werkstatt mit dem Team, nachmittags die Runde mit den Führungskräften. Denn oft sitzt die Blockade oben.
Auftakt-Tag, drei begleitete Wochen an echten Aufgaben, Abschluss mit Bericht für die Führung. Für Bereiche, die das ernst meinen.
Für sehr skeptische Teams gibt es noch einen sanfteren Einstieg. In der Stärken-Safari erlebt euer Team, wie KI etwas produziert, das für jede Person persönlich wertvoll ist, ohne dass jemand selbst etwas bauen muss. Danach ist das Gespräch über die eigene Arbeit deutlich leichter.
Die KI-Werkstatt kann ein Baustein eurer betrieblichen Maßnahmen zur KI-Kompetenz sein. Die Teilnehmenden arbeiten im konkreten beruflichen Kontext mit KI und setzen sich mit Möglichkeiten, Grenzen und offenen Fragen auseinander. Auf Wunsch dokumentiere ich Inhalte, Dauer und Teilnahme. Welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind, hängt von euren Systemen, Einsatzfeldern und internen Vorgaben ab. Die Werkstatt ersetzt keine rechtliche Beratung.
Für das, was in diesem Halbtag passiert, ist genau das die richtige Besetzung. Eure Leute brauchen niemanden, der ihnen die Technik hinter den Modellen erklärt. Sie brauchen jemanden, der merkt, wann eine Person innerlich aussteigt, und weiß, was in dem Moment hilft. Das ist mein Handwerk. Und ich arbeite selbst mit diesen Werkzeugen, ich habe mir damit meine eigenen gebaut.
Teilweise. Es wird konkret geübt, an euren eigenen Aufgaben. Der Unterschied zu einem klassischen Tool-Training liegt in der ersten und der letzten Stunde. Da geht es darum, was Menschen abhält und wie ihr die Arbeit im Team neu aufteilt. Wenn ihr eine reine Bedienungsschulung für ein bestimmtes Produkt sucht, seid ihr bei eurem Anbieter besser aufgehoben.
Ja, dann klären wir vorher im Erstgespräch, womit gearbeitet wird. Ich verkaufe keine Software und verdiene an keiner Empfehlung.
Wir arbeiten in der Werkstatt mit den Zugängen und Regeln, die bei euch gelten. Ich bin keine Juristin und gebe keine Rechtsauskunft. Was im Raum an offenen Regelfragen aufkommt, sammeln wir, und ihr nehmt es als Liste mit an die Stelle, die das entscheidet.
Widerstand ist meistens das interessanteste Material im Raum, weil dahinter ein echter Grund steckt. Ich arbeite damit, statt ihn wegzumoderieren. Realistisch ist, dass am Ende jede Person es einmal selbst geschafft hat und danach anders darüber redet. Dass alle begeistert sind, verspreche ich niemandem.
Auf Wunsch ja. Drei Fragen vorher und acht Wochen später: Wie oft nutzt du KI in einer normalen Woche, wie sicher fühlst du dich dabei, welche Aufgabe hast du abgegeben. Ihr bekommt den Vorher-Nachher-Vergleich anonymisiert. Ich messe die Veränderung, ich verspreche kein Ergebnis.
Den Preis nenne ich dir im Erstgespräch, er hängt von der Gruppengröße ab. Du bekommst einen Festpreis für den kompletten Halbtag, keine Rechnung pro Kopf.
In einem 20-minütigen Telefonat klärt sich meist mehr als in jeder Broschüre. Du sagst mir, wie weit ihr seid, und ich sage dir ehrlich, ob die Werkstatt der richtige erste Schritt ist.
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